RADU LUPU

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Radu Lupu – Biografie für die Saison 2009/10 

Radu Lupu hat sich fest etabliert als einer der bedeutendsten Pianisten seiner Generation. 

Er wurde in Rumänien geboren und erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht bei Lia Busuioceanu. Als Zwölfjähriger trat er zum ersten Mal öffentlich auf, mit einem Programm, das ausschliesslich aus eigenen Kompositionen bestand. In der Folge studierte er mehrere Jahre lang in Bukarest bei Florica Muzicescu und bei Cella Delavrancea. 1961 erhielt er ein Stipendium für das Moskauer Konservatorium, wo er von Galina Eghyaza­ro­va, Heinrich Neuhaus und später Stanislav Neuhaus unterrichtet wurde. Er gewann erste Preise in drei grossen Internationalen Wettbewerben: «Van Cliburn» (1966), «Enescu» (1967) und «Leeds» (1969).  

Radu Lupu ist mit allen grossen Orchestern der Welt aufgetreten, darunter die Berliner Philharmoniker, mit denen er 1978 unter Herbert von Karajan sein Debut bei den Salzburger Fest­spie­len gegeben hatte; die Wie­ner Philharmoniker, mit denen er unter Riccardo Muti die Salzburger Fest­spie­le 1986 eröffnet hat; das Concertgebouw Orkest, alle grossen Londoner Orchester und alle bedeutenden amerikanischen Orchester. Die ersten Auftritte in den USA fanden 1972 mit dem Cleveland Orchestra unter Daniel Barenboim und mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Carlo Maria Giulini statt. Radu Lupu hat bei sämtlichen grossen Musikfestivals gastiert. Regelmässig ist er etwa bei den Musikfestwochen Luzern und bei den Salzburger Festspielen anzutreffen.  

Unter den Einspielungen des Künstlers für Decca finden sich sämtliche Klavier­kon­zerte von Beethoven, das Klavierkonzert Nr. 1 von Brahms, die Konzerte von Schumann und Grieg, sämtliche Violinsonaten von Mozart mit Szymon Goldberg, die Violinsonaten von Debussy und Franck mit Kyung Wha Chung sowie Solowerke von Beethoven, Brahms, Schumann und Schubert. 1995 wurden Radu Lupu zwei Auszeichnungen in der Kategorie „Beste Instrumentaleinspielung des Jahres“ verliehen, ein Grammy für Schuberts Klaviersonaten D 664 und D 960 und ein Edison Award für Schumanns Kinderszenen, Kreisleriana und Humoreske. Ausserdem gibt es zwei Duo-Alben mit Murray Perahia (CBS), zwei Alben mit Schubertliedern mit Barbara Hendricks (EMI) und eine Aufnahme mit vierhändigen Klavierwerken von Schubert mit Daniel Barenboim (Teldec).  

Im Laufe der Saison 2009/10 spielt Radu Lupu im Rahmen einer Residenz mit dem Zürcher Tonhalle-Orchester zweimal in den Zürcher Abonnementskonzerten, geht mit dem Orchester auf Deutschland-Tournee und gibt einen Klavierabend sowie ein Kammerkonzert mit Orchestermusikern. Ausserdem spielt er in dieser Saison mit dem London Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Bayerischen Staatsorchester, den Münchner Philharmonikern und dem Orchestre de Paris. Klavierabende führen ihn nach Madrid, Genf, Wien, Rom, Florenz und Mailand.  In den USA erwarten Radu Lupu in dieser Saison unter anderem Auftritte mit dem Chicago Symphony Orchestra, zwei Konzerte in der New Yorker Carnegie Hall sowie ein Klavierabend und ein Orchesterkonzert mit dem Cincinnati Symphony Orchestra. 

2006 gewann Radu Lupu den Premio Internazionale Arturo Benedetti Michelangeli und den Abbiati Preis, der von der italienischen Kritikervereinigung verliehen wird. Letzteren hatte er bereits 1989 ein erstes Mal erhalten.

2009

 

 

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